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Text
und Fotos von
Rita Terjung ©
Eine
Family-Nilkreuzfahrt mit Erika, Gerhard, Helga, Werni, Bettina und Rita
Im
November 2001 begaben wir uns in das schöne warme Ägypten. Wir hatten die vom
Reiseveranstalter Phoenix-Reisen
Bonn angebotene Reise bei
AMR-Outdoorwelt gebucht. Die Reise war excellent organisiert und wir waren rundum
zufrieden. Die Ereignisse vom 11. September hatten jedoch zu diesem Zeitpunkt
auch in Ägypten ihre Spuren hinterlassen. So trafen wir bei den
Sehenswürdigkeiten und im Hotel in Hurghada auf relativ wenig Touristen. Eines
sei jedoch gesagt: Wir
fühlten uns immer sicher und gut aufgehoben!
Freitag, 2. November 2001
Wir kamen um 13.30 Uhr am Flughafen in Hamburg an. Als der
Abfertigungsschalter um 14 Uhr öffnete, teilte man uns mit, dass die Maschine
ca. 1 Stunde Verspätung hat. Als Trost erhielten wir einen Getränkegutschein
in Höhe von 5 DM. Um 16.35 Uhr ging’s endlich im Bus
zum Flugzeug. Kaum waren
wir gestartet, setzte der Flieger schon wieder zum Landen an. In Berlin mussten
wir alle das Flugzeug verlassen, da es gereinigt wurde. Ca. um 18.40 Uhr durften
wir wieder an Bord. Hinzu kamen die Berliner Fluggäste. Im Flugzeug mussten wir
die Einreisekarten für Ägypten ausfüllen. Spät in der Nacht kamen wir in
Kairo an. Im Bus warteten wir noch bis 2 Uhr auf den Flieger aus München, um
weitere Reisegäste aufzunehmen. Die Kofferpacker klopften ständig an die
Fenster und wollten Bakschisch. Sie waren äußerst hartnäckig. Die nächtliche
Fahrt durch Kairo war interessant. Es wurde sogar noch gebaut. Um kurz nach 3
Uhr erreichten wir unser Hotel. Aus unserem Fenster erblickte ich schemenhaft
die Pyramiden. Bettina war begeistert. Erschöpft von der Reise schliefen wir
rasch ein.
Samstag, 3. November 2001
Um 9.30 Uhr fuhr unser Bus vom Meridienhotel zum Cataract-Hotel um weitere
Fahrgäste aufzunehmen. El-Kahira, die Siegreiche, wird Kairo auf arabisch
genannt. Die Metropole ist mit ihren über 16 Millionen Einwohnern die größte
Stadt Afrikas und der islamischen Welt. Sie ist das Tor zum Orient, Mittler
zwischen Christentum und Islam. Wir fuhren durch dichtgedrängte hupende und
lärmende Busse, Taxis und Autos, eben durch den normalen Autoverkehr.
Unser Reiseleiter, Ahmed, führte uns zunächst in das große Ägyptische
Museum in Kairo. Es gehört mit seinen mehr als 100000 Exponaten altägyptischer
Kunst zu den bedeutendsten der Welt. Faszinierend waren die Augen der Statuen;
Quarz und andere Beigaben ließen sie äußerst echt aussehen. Glanzstück der
Ausstellung ist natürlich der Grabschatz des Tutenchamun. Die herrlichen
Schmuckstücke, der goldene Sarkophag und die mit Edelsteinen besetzte
Totenmaske. Daneben sind Holzschreine zu sehen, in denen diese Kostbarkeiten
aufbewahrt wurden. Sehen konnten wir auch ein Feldbett und einen Sonnenschirm.
Mumien, uralter Papyrus und vieles mehr runden das Bild ab. Im Museum ist auch
die einzige Statue von Cheops zu sehen. Sie ist gerade mal 7 cm hoch. Um alles
sehen zu können, braucht man sicherlich eine Woche. Anschließend fuhren wir
zur Alabaster-Moschee, die Mohammed Ali 1857 auf der Zitadelle errichtet hat.
Die Moschee ist mit Alabaster verkleidet, daher der Name. Drinnen sind Teppiche
und Lichterketten. Sie erinner te mich an die Hagia Sofia in Istanbul. Von der
Moschee aus hat man einen wunderschönen Blick auf Kairo. Sogar die Pyramiden
von Giza konnten wir in der Ferne ausmachen. Das sollte allerdings durch den
Smog, der meistens über Kairo liegt, recht selten sein. Mit uns waren
Schulklassen aus dem Delta da, die ihre Englisch-Kenntnisse mit uns teilen
wollten. Einige ältere Mädels hatten ausgerechnet unseren Vater für ihre
Konversation auserkoren. Der Kairoer Autoverkehr ist ein Erlebnis wert. Aber er
ist auch nicht viel schlimmer als in anderen nordafrikanischen Großstädten und
in Istanbul. Ist die Ampel rot, kann man fahren, ist sie grün, muss man fahren.
Die Hupe ist wichtiger als das Licht. Es ist eben nicht wichtig, gesehen zu
werden, sondern der Fahrer muss in der Lage sein, noch irgendetwas zu sehen. Und
alle Ägypter haben scheinbar sehr gute Augen. Am Abend sind wir noch an einen
Kiosk "gegangen", der auf der Straßenseite gegenüber unserem Hotel
stand. Das heißt, wir sprinteten zwischen den fahrenden Autos auf die andere
Seite. Bettina und ich genossen den Ausblick aus unserem Hotelzimmer auf den
riesigen Swimmingpool und die Pyramiden.

Sonntag, 4. November 2001
Für die Besichtigungen an diesem Tag mussten wir unser Gepäck mitnehmen, da
wir abends nach Luxor weiterfliegen würden. Unser erstes Ziel war Memphis, die
ehemalige Hauptstadt von Ägypten. Neben einer Ramses-Statue und dem
Alterbaster-Sphinx fanden wir in einem Haus eine riesige Ramses-Statue aus
Standstein. Die Statue hatte sehr lange im Nil gelegen, wie auch der
Alabaster-Sphinx, was man diesen Monumenten auch ansah. Um die Sandsteinstatue
zu schützen, hat man um sie herum das Haus gebaut. Von Memphis aus ging es nach
Sakkara und der "Stufenpyramide". Um zu der Stufenpyramide zu
gelangen, durchquerten wir einen von einer Mauer umgebenen Bereich, der
vielleicht eine Miniaturausgabe des Königspalastes in Memphis ist. Am Ende
eines weiten Hofes erhebt sich die Pyramide in sechs Stufen. Diese
Stufen-Mastaba, wie sie eigentlich richtig heißen sollte, ist das Mausoleum des
Königs Djoser und befindet sich in einem ausgezeichneten Zustand. Sie ist nicht
nur die älteste (etwa 2670 v. Chr.) sondern auch der früheste bekannte Monume ntalbau aus Stein, statt Ziegeln. Der Oberpriester Imhotep, der ihn
entwarf, gilt als Vater der Architektur. Nicht weit von der Stufenpyramide
entfernt wurden hohe Beamte beigesetzt. In diesen Gräbern gibt es häufig
Scheintüren, die Räuber in die Irre führen sollen. Von Kairo aus südlich hat
man auf ca. 100 km 92 Pyramiden gefunden. Unter anderem waren die ca. 50 km
südlich gelegene rote Ziegelpyramide und die Knickpyramide von Sakkara aus in
der Ferne zu erkennen. Es ist immer wieder erstaunlich, wie weit man in der
Wüste sehen kann. Ein Mann vom Wachpersonal führte mit seinem Kamel
Kunststückchen vor. Fotografiert werden durfte aber nur gegen Bakschisch. Nach
einem sehr guten Mittagessen in einem Lokal, ging es nach Giza. Das berühmte
Pyramidentrio am Stadtrand entstand gut ein Jahrhundert nach der Stufenpyramide
von Sakkara. Die größte ist die des Cheops mit 137 m Höhe, obwohl sie wegen
ihrer Lage kleiner wirkt als die Pyramide des Chefren. D ie Besichtigung der
Grabkammer der Cheops-Pyramide sollte 40 LE kosten. Wir hatten keine Lust dazu.
Viel lieber sahen wir uns dieses beeindruckende Monument von außen an. Die
Fahrt ging weiter auf einen Hügel in der Nähe, von dem aus man alle drei
Pyramiden fotografieren konnte. Auch hier befanden sich viele Bakschisch-Jäger.
Hinter einem Mitreisenden lief ständig ein Einheimischer hinterher. "Du
Foto gemacht von Youssof, du Bakschisch." "Ich
habe die Pyramiden fotografiert!" "Nein, du Foto gemacht von
Youssof, du Bakschisch." Ich weiß eigentlich bis heute nicht, wie er den
losgeworden ist. Dann fuhren wir weiter zum Sphinx. Während in Griechenland die
Sphinxe weiblich sind, sind sie hier in Ägypten männlich. Durch den
Totentempel, in dem die Mumifizierungen durchgeführt wurden, gelangten wir in
die Nähe des Sphinx. Angeblich trägt der Sphinx die Gesichtszüge von Chefren,
aber ohne Nase und Bart, weil die Mamelucken die Kolossalfigur als Ziel für
Schießübungen benutzt hatten. 
Von hier aus fuhren wir zum Flughafen. Das Gepäck wurde mehrmals
durchleuchtet. Mehrere Ägypter standen um das Gepäck herum. Aber nur einer
wuchtete das ganze Gepäck vom Bus auf einen Wagen, von da aus auf ein Laufband
zum Durchleuchten und wieder auf den Wagen. Er stöhnte vor sich hin und unser
Reiseleiter Ahmed fing an zu lachen. Er erzählte uns, dass der Gepäckmann der
Ansicht war, wir hätten alle Steine in den Koffern. Diesmal startete die
Maschine pünktlich. Das Lichtermeer von Kairo war von meinem Fensterplatz aus
gut zu sehen. Die Maschine landete um 19.54 Uhr in Luxor. Der Kampf um die
Koffer war schweißtreibend. Dann wurden wir wieder in einem Bus verfrachtet und
zum Nil-Hotel King Tut II gebracht. Nach einem kurzen Begrüßungstrunk bekamen
wir unsere Zimmer zugeteilt. Die Klimaanlage in unserem hübschen Raum stand auf
10°C. Das war uns dann doch etwas sehr kalt. Nach dem Abendessen gingen wir
recht schnell schlafen.

Montag, 5. November 2001
Um 5.30 Uhr standen
wir auf. Frü hstück gab es von 6 – 7 Uhr. Punkt 7 Uhr
fanden wir uns in einem Bus wieder, der uns über die Nil-Brücke südlich
von
Luxor zu den Memnonkolossen brachte. Auf der Fahrt dorthin stellte sich unser
neuer Reiseleiter, Sameh, vor. Die beiden noch gut erhaltenen Riesenfiguren
sitzen in einsamer Pracht am Rand der Kornfelder. Einst bewachten sie den
Totentempel Amenophis III. Als französische Archäologen im 19. Jahrhundert
hier mit den Ausgrabungen begannen, waren die beiden die einzigen sichtbaren
Denkmäler weit und breit.
Danach besuchten wir den
Hatschepsut-Tempel von Pharao Hatschepsut. Die
Königin, die anstelle ihres Stiefsohnes Ägypten regierte und sich selbst zum
Pharao erhob, wählte eine spektakuläre Stelle für ihren Grabbau. Drei in den
Hügel geh auene säulengeschmückte Terrassen fallen besonders auf. Es war schon
sehr heiß. So flüchteten wir unter einen Sonnenschutz, wo uns Sameh
ausführlich die Geschichte der Götter erläuterte. Unsere Mutter und unser
Vater wurden kurzerhand zu Isis und Osiris und Bettina zur Kriegsgöttin Sechmed.
Durch die Rollenzuteilung waren Sameh’s Ausführungen witzig und einprägsam.
Für unsere weitere Nilkreuzfahrt erwiesen sich diese detaillierten
Ausführungen als sehr nützlich.
Weiter ging es zum Tal der Könige. Mit einem Zug wurden wir in das Tal
gefahren. Bettina und ich saßen ganz hinten mit dem Rücken zur Fahrtrichtung.
Plötzlich sprang ein junger Händler mit auf den Wagen. "Schöne Fotos,
schöne Fotos, du kaufen." Er öffnete seine Bilder-Ziharmon ika ständig
und schloss sie wieder. Es war sehr witzig. Als aber niemand kaufen wollte,
sprang er wieder ab. Bisher zählt man über 70 Gräber in diesem berühmtesten
Teil der Totenstadt von Theben und die Ausgrabungen sind noch lange nicht
abgeschlossen. Wir besuchten die Grabkammern von Ramses IV und Ramses IX. Die
trockene Wüstenluft hat die Grabdekoration erstaunlich gut erhalten –
lebendige Darstellungen von Ritualen und Alltagsszenen, die uns Sameh
ausführlich und interessant erläuterte. In den Gräbern war Fotografieren für
5 LE erlaubt, allerdings ohne Blitzlicht. Videokameras mussten am Eingang
abgegeben werden. Im Übrigen ist in Ägypten eine Videolizenz oft sehr teuer.
In Kairo waren das 100 bis 200 LE.
Vom Tal der Könige fuhren wir in ein staatliches
Papyru s-Institut in Luxor.
An den Ufern des Nil wuchs über weite Strecken der dreieckige Stängel der
Papyrusstaude. Dieser wurde entrindet, sein Mark in dünne Streifen geschnitten,
die Streifen kreuzweise aufeinander gelegt. Durch Pressen oder Schlagen klebte
die Doppelschicht zusammen. Nach dem Trocknen hatte man ein starkes Blatt: einen
Papyrus. Als wir das Institut verließen, war ich stolze Besitzerin eines
Papyrus mit Hieroglyphen. Die heute bekannten Schriftzeichen entstanden um 2700
v. Chr. Die Hieroglyphen schrieb man anfangs von oben nach unten, später von
rechts nach links.
Zurück auf unserem Schiff, legten wir beim Mittagessen ab. Wir fuhren
nilaufwärts. Das Wetter war phantastisch. Wir waren gerade mit dem Abendessen
fertig, als plötzlich das Licht ausging und drei Torten hineingetragen wurden.
Wir erfuhren, dass drei Reisende Geburtstag hatten. Einer davon war unser Onkel
Werni. Mit Singen und Klatschen wurden die Torten von den Köchen durch den Gang
geschoben. Onkel Werni wurde aufgefordert, mit zu tanzen. Auf den Torten stand
Wilhelm, Walter und Katrin. Wilhelm war krank und Onkel Werni klärte uns auf,
dass sein zweiter Vorname "Walter" sei und dieser im Pass
unterstrichen ist. Nach dem Essen gingen wir noch in die Suite von Onkel Werni
um zu feiern. Bis zur Esna-Schleuse war anscheinend noch viel Zeit.
Plötzlich hörten wir von
draußen Stimmen. Es waren die Händler, die mit
ihren Booten zum Nilschiff herausfuhren und Kleidungsstücke anboten. Es war ein
Riesenspaß. Die Händler warfen die Klamotten auf das Schiffsdeck und wir zogen
sie an. Wenn man das Stück behalten wollte, fing man an zu handeln. Ansonsten
warf man es zurück. Ist der Handel perfekt, wird ein neues Kleidungsstück im
Plastikbeutel hinaufgeworfen in das man das Geld steckt. Geld und
Kleidungsstück werden zurückgeworfen. Da es sehr windig war, war das
Kleidungsstück als Beschwerung auch unbedingt notwendig. Wir fanden es
erstaunlich, wie die Leute sich auf ihren Booten stehend halten konnten. Wir
haben Galabeas für 15 DM erstanden. Das Schiff blieb bis ca. 4 Uhr an einer
Stelle liegen. Dann ging es weiter nach Edfu.
Dienstag, 6. November 2001
Heute durften wir länger schlafen. Ich war trotzdem um 5.45 Uhr wach und
ging auf das Sonnendeck. Es war wunderschön, allein mit dem jungen Morgen. Die
Fischer holten auf dem Nil ihre Netze ein und wurden von Vögeln umschwärmt.
Eine himmlisc he Ruhe herrschte.
Nach dem Frühstück wurden wir in Pferdekutschen verfrachtet. Bettina und
ich hatten die Nr. 60. Mustafa "Schumacher" kutschierte uns rasant mit
seinem Pferd "Ferrari" durch die Straßen von Edfu. Den Zugang zum
"besterhaltensten Tempel der Welt" schmückten wie überall Händler
mit ihren Angeboten. Der Tempel ist dem Horus geweiht und hat den größten
Pylon nach Karnak. Die Ptolemäer, die viele Teile der Vorgängerbauten
verwendeten, benötigten mehr als 100 Jahre zur Errichtung des Heiligtums. Der
Horusfalke ist allgegenwärtig. Der große Tempel ist über und über mit
guterhaltenen Reliefs geschmückt. Die Reliefs waren mal hervorgehoben und mal
in die Wand eingeritzt. Das Allerheiligste war ein großer schwarzer Stein vor e inem Schrein. Eine Nachbildung einer Sänfte war dort ausgestellt. Die
Rückfahrt mit Mustafa "Schumacher" verlief nicht ganz so rasant wie
die Hinfahrt. Er wollte natürlich Geld für sein Pferd, aber wir waren gewarnt,
denn die Kutscher wurden alle von der Reisegesellschaft bezahlt.
Eine schöne, entspannende Nilfahrt folgte bei wunderschönem Wetter.
In dem nicht gerade schönen Ort Kom Ombo besichtigten wir gegen Abend den
Doppeltempel. Die eine Seite war dem Krokodilgott Sobek geweiht, die
spiegelgleiche andere Seite Horus. Die Gottheit des einen Tempel ist auch im
jeweiligen Tempel des anderen zu sehen. Dieser Tempel hat auch zwei
Allerheiligste. In einem Raum hinter dem Eingang sind mumifizierte Krokodile
ausgestellt. Auch sonst gab es viel zu sehen.
Sehr interessant war der pharaonische Kalender. Es gab früher 3
Jahreszeiten, Überschwemmung, Erntezeit und Trockenzeit. Die Tage waren als
Striche, die Wochen als U und ein Monat als ein O dargestellt. Eine Woche hatte
10 Tage.
IIII U war z.B. der 14. Tag. Ferner waren in diesem Tempel chirurgische
Instrumente zu sehen. Es war von Augenoperationen und Transplantationen die
Rede. Leider ist der Tempel selbst nicht mehr ganz so gut erhalten. Nach dem
Sonnenuntergang wurde ist schnell kalt. Aber die aufgeheizten Lehmwände
strahlten sehr viel Wärme ab.
Zurück auf dem unserer King Tut II erwartete uns eine Überraschung. Als wir
unsere Kabinen betraten, waren die Handtücher zu Schwänen geformt und die
Sonnenbrille unseres Vaters zierte einen Schwan. Es war sehr witzig. Um 18 Uhr
fuhren wir weiter nach Assuan. Abends um 21.30 Uhr war noch Nubier Show. Als sie
anfingen, die Gäste wie eine Polonaise durch den Saal zu führen sind wir
geflüchtet. Onkel Werni hatte die „Rache der Pharaonen" oder wie die
Krankheit sonst heißen mag erwischt.
Mittwoch, 7. November 2001
Zunächst fuhren wir in Assuan zum unvollendeten Obelisken. Viel war nicht zu
sehen, aber mit einer Länge von 41,75 m und 1170 Tonnen Gewicht hätte er alle
bekannten Obelisken übertroffen. So ein Obelisk wird in einem Stück aus rosa
Granit geschlagen. Dieser hier wurde vor rund 3500 Jahren halb fertig
zurückgelassen, weil er Risse aufwies. Diese sich nach oben verjüngenden
Granitpfeiler wurden von den Ägyptern als Zeichen des Sonnengottes errichtet.
Sie wurden auf Plätzen und vor Tempeleingängen aufgestellt. In der Regel sind
sie auf allen vier Seiten beschriftet. Pharaonen und Könige ließen auf ihnen
ihre Ruhmestaten verewigen.
Unser nächstes Ziel waren der kleine und große Staudamm. Der alte (kleine)
Staudamm wurde 1899 bis 1902 errichtet. Er galt lange als größtes Stauwerk der
Welt Er hatte ein Wasserreservoir für 5,4 Milliarden Kubikmeter und eine
Abflussregulierung über 180 eiserne Tore. Mit dem Damm begann das moderne
Bewässerungswesen Ägyptens. Heute dient er als riesenhaftes Speicherbecken
für den Hochdamm, damit entfällt die jährliche Überschwemmung der im
Speicherbecken gelegenen Inseln und ermöglichte die Verlegung der Philae-Bauten
auf die kleine Insel Agilkia. Der große Hochdamm, Sadd el-Ali, 8 km südwärts
vom ersten Dammbau wurde 1960 bis 1971 erbaut. Die Anhebung des ursprünglichen
Nilwasserstandes um 62 m ließ 40 nubische Dörfer sowie Gräber und
pharaonische Tempel in einem gut 500 km langen und 5 bis 25 km breiten Gebiet
untergehen. Nubier wurden umgesiedelt, bedrohte besondere Kultbauten ganz oder
teilweise abgebaut und an anderer Stelle wieder neu errichtet. Der Hochdamm
staut 157 Milliarden Kubikmeter Wasser, fast zehnmal so viel wie der Bodensee.
Fotografieren durfte man nur zum Wasser hin, was natürlich gar nichts b ringt.
Um zu unserem nächsten Ziel, den Philae-Bauten zu gelangen, setzten wir in
einem großen Motorboot zur Insel Agilkia über. Die Bauten wurden während der
Bauarbeiten zum großen Staudamm auf diese höher gelegene Insel umgesetzt.
Hauptgöttin war Isis. Mit verehrt wurden Osiris, Nephtys, Hathor, Chum und
Satis. Bekannt ist der Tempel deshalb auch als Isis-Tempel.
Wieder zurück auf dem Festland, ging es im Bus zu einer staatlichen
Parfümerie. Wir erfuhren, dass 2 Tropfen reines Öl auf 100 ml Wasser sehr
intensiv duften können. Die Händler in den Bazaren und vor allem bei den
Sehenswürdigkeiten mischen deshalb reines Öl mit Speiseöl und verkaufen es
als reines Öl. Nach der Teepause in der Parfümerie ging es zurück aufs
Schiff. Nachmittags fand die Besichtigung des botanischen Gartens von Assuan
statt. Er liegt auf der Kitchener Insel und wurde dem britischen Heerführer aus
den Tagen des Empire als Lohn für seine großen Taten im Sudan überlassen. Der
botanische Garten ist mit tropischen Pflanzen ausgestattet und besitzt ein
Teehaus für die Ausflügler.
Um 16.30 begann
die optionale Stadtführung von Assuan. Zuerst betrachteten
wir den wunderschönen Sonnenuntergang mit Blick auf den Nil, dann besichtigten
wir eine Moschee aus dem 20. Jahrhundert und landeten schließlich im Bazar.
Sameh erläuterte uns bei ausgesuchten Händlern, wie man Gewürze und andere
Köstlichkeiten kauft. "Winterschlussverkauf!" und "billig wie
Aldi" tönte es aus allen Ecken, um uns zum Kauf zu animieren.
Sammelpunkt war ein Kaffeehaus am Bahnhof von Assuan. Sameh ließ es sich
nicht nehmen, die Schischa (Wasserpfeife) zu rauchen. Von hier aus ging es zum
Schiff zurück. Da wir uns für den nächsten Tag zur optionalen Fahrt nach Abu
Simbel angemeldet hatten, gingen wir früh schlafen.
Donnerstag, 8. November 2001
Um 2.30 Uhr wurden wir geweckt. Das Frühstück konnte man einnehmen und/oder
in Plastiktüten mitnehmen. Um 3.45 Uhr fuhren wir los. Allein von Phoenix waren
es 4 Busse. Wir begaben uns zu einem Sammelplatz. Die Fahrt nach Abu Simbel ist
nur im Konvoi gestattet. Ca. 20 große und kleine Busse fanden sich dort ein.
Sameh erzählte uns, das s es vor dem 11. September nie unter 40 Busse waren.
Während der Fahrt überholten sich die Fahrzeuge gegenseitig. Sameh erzählte,
dass das den Fahrern gegen die Eintönigkeit der Strecke helfen sollte. Während
der Fahrt nach Abu Simbel ging die Sonne auf. Auf halber Strecke gibt es das
Projekt "Toschka". Hier wird Wasser vom Staudamm abgezweigt um Obst
usw. anzubauen. Die Ägypter erhalten das Land umsonst und können es behalten,
wenn es ihnen gelingt, innerhalb von 10 Jahren ein fruchtbares Land daraus zu
machen. Nach 290 km in Abu Simbel angekommen, gab es ein großes Gedränge am
Eingang, denn die Sicherheitsbestimmungen sind streng. Die Rucksäcke,
Fotokoffer usw. wurden genau durchsucht. Die für Ägypten einzigartigen
Felsentempel liegen direkt an der Grenze zum Sudan. Sie wurden im 13.
Jahrhundert v. Chr. errichtet und sollten die Macht des Pharao auch in den
südlichen Regionen demonstrieren. Erst 1813 wurde die im Sand verschüttete
Anlage von einem Schweizer entdeckt. Beim Bau des Hochdammes wurden beide Tempel
von 1965 bis 1968 um 180 m weiter landeinwärts und 64 m oberhalb des
ursprünglichen Standortes umgesetzt. Die gesamte Aktion kostete über 40
Millionen Dollar. Die vier riesigen Ramses II Kolosse am Eingang des großen
Tempels sind sehr beeindruckend, wenn man davor steht. Im Tempel fanden wir
weitere große Statuen vor. Im Allerheiligsten trifft man auf kleine Sitzbilder,
die von links nach rechts Ptah, Amun, Ramses und Harachte auf einer Bank
darstellen. Zweimal im Jahr, am 20./21. Februar und am 20./21. Oktober fallen
die ersten Sonnenstrahlen bis zu den Statuen im Allerheiligsten, streifen über
Re-Harachte, dann Rames und zuletzt Amun. Ptah, der Gott der Unterwelt muss
stets im Dunkel bleiben. Gleich neben dem gro ßen Tempel ließ Rames II für
seine Gemahlin Nefertari einen eigenen Tempel errichten. Hier wird auch
Nefertari zur Göttin erhoben. Der Tempel ist der Göttin Hathor geweiht. In
beiden Tempeln sind viele farbige Reliefs zu finden. Nach ca. 1 ¾ Stunde ging
es im Konvoi zurück. Das heißt, nur die Abfahrt erfolgte gemeinsam. Dann fuhr
jeder so, wie er konnte oder wollte. Die meisten im Bus schliefen. Mama hat es
mit Durchfall erwischt, wie im Laufe der Reise wohl 60 – 70 % unserer
Reisegruppe. Kaum beim Nilschiff angekommen, sprintete sie an die Rezeption und
verschwand mit dem Zimmerschlüssel. Leider war es der falsche Schlüssel,
nämlich unserer. Schnell tauschten wir die Schlüssel aus und sie verschwand
mit Tabletten im Bauch zur Toilette und dann ins Bett. Auf den Nilschiffen gibt
es Tabletten gegen diese immer wieder vorkommende, ca. einen Tag andauernde
Krankheit. Man kann noch so vorsichtig sein, erwischen kann es einen doch. Auch
eine Liste mit den Symptomen liegt an der Rezeption aus, damit man die richtigen
Tabletten erhält. Diese Form der Arzneivergabe ist in Ägypten aber nur auf den
Nilschiffen erlaubt. Außerhalb der Schiffe muss ein Arzt aufgesucht werden.
Für uns war das Mittagessen als Barbecue auf dem Sonnendeck aufgebaut. Um
kurz vor 14 Uhr legte unser schönes Nilschiff dann wieder Richtung Luxor ab. Es
war windig. Nachmittags besuchten wir einen Vortrag über Land und Leute. Die
Haupteinnahmequellen Ägyptens sind 1. der Suezkanal, 2. Erdöl, 3. Baumwolle
und Tourismus, 4. Eisen, Aluminium und Gold. Das Wahrzeichen von Oberägypten
ist der Lotus, das von Unterägypten der Papyrus. Abends fand die Galabea-Party
statt. Arabisches Essen war aufgebaut und wurde uns erklärt. Die meisten
Reisenden hatten sich inzwischen eine Galabea zugelegt und waren auch so
angezogen erschienen.
Freitag, 9. November 2001
Morgens gingen wir "durch den 4. Weltkrieg" (so nannte Sameh die
Bazarhändler vor den Sehenswürdigkeiten) zum Esna-Tempel.
Der Tempel ist dem Gott Chum geweiht. Es existiert nur noch die Säulenhalle.
Der Rest ist im Nilschlamm verwittert und verfallen. Sehr gut erläutert ist
hier die Hieroglyphen-Schrift. Schauen die Figuren an der Wand nach links, liest
man von links nach rechts. Schauen die Figuren nach rechts, fängt man rechts zu
lesen an. Ansonsten v on oben nach unten. Hieroglyphisch von unten nach oben wird
nur in den Kartuschen geschrieben.
"Die" Kleopatra VII ist auf dem Tempel dargestellt. Sie hat das
Zeichen für Leben in der Hand und sich damit in ihren eigenen Augen zur Göttin
erhoben. Kleopatra war damals nur auf Macht aus, sonst auf nix (Aussage Sameh).
Eine Stunde später waren wir wieder auf dem Schiff. Bei der Schleuse von Esna
begegneten wir wieder den Händlern in den Booten, die diesmal mehr Tücher und
Decken anboten.
Um 14 Uhr besuchte wer wollte in Luxor den staatlichen Juwelier. Dort waren
wunderschöne Arbeiten ausgestellt. Auch nachgemachter Schmuck aus dem großen
Ägyptischen Museum in Kairo. Eine schwere Kette mit Armband sollte ca. 14000 LE
kosten. Ich wollte eigentlich eine Kette. Die erste, die mir gezeigt wurde,
sollte ca. 1600 DM kosten. Aber es war auch tolle Handarbeit. Na Ja, so eine
schwere Sache wollte ich auch nicht. Die Ketten werden auf Wunsch gekürzt,
bezahl en tut man nur den gekauften Teil. Daher wird der Verschluss auch erst
ganz zum Schluss angebracht. Die Kette, die mir gefiel, hieß angeblich
"Auge des Horus". Eigentlich sollte das reichen, zumal auch meine
Eltern mir dieses Teil unbedingt schenken wollten. Dann aber hielt mir der
Verkäufer einen "Kartusch" mit einem Anch, das Zeichen für Leben an
die Kette. Alle redeten mir zu und ich war begeistert. Auf der Rückseite des
"Kartusch" wurde noch mein Name in Hieroglyphen eingraviert. Das Gold
in Ägypten wird mit Silber gemischt und soll deshalb viel hochwertiger als
unser "reines" Gold sein. Na, wie auch immer, mir gefällt diese Kette
außerordentlich gut. Bettina hat noch ein wunderschönes Armband erstanden.
Um 17 Uhr, als die Sonne bereits untergegangen war, besuchten wir den
beleuchteten Luxor-Tempel mit der Sphinxen-Allee. Die Sphinxen-Allee verband
ursprünglich den Luxor-Tempel mit dem 3 Kilometer entfernten Karnak-Tempel. Der
Luxor-Tempel ist dem Gott Amun geweiht. Ursprünglich standen 2 Obelisken vor
dem Pylon, der Toranlage. Ein Obelisk ziert heute den Place de Concorde in
Paris.
Der Tempel wurde von Amenophis III um 1350 v. Chr. erbaut. Rames gestaltete
dann den Bau zu seinem Ruhm um. Im ersten Säulenhof sind ein Minarett und die
Kuppel einer Moschee zu sehen. Sie wurde lange vor der Freilegung des Tempels
errichtet und kann jetzt nicht mehr versetzt werden. Gerade, als wir uns im
Tempelhof aufhielten, gingen überall die Lautsprecher an und es wurde zum Gebet
gerufen. Diese Atmosphäre im Tempelhof war einzigartig.
Abends wurde uns auf dem Nilschiff noch eine kurze Show mit einer
Bauchtänzerin und einem Derwisch geboten.
Samstag, 10. November 2001
Morgens um 8 Uhr
gin gen wir zum Karnak-Tempel, der gegenüber der
Anlegestelle liegt. Der Karnak-Komplex besteht aus mehreren Tempeln, die immer
weiter ausgebaut wurden. Er ist auch dem Gott Amun geweiht und sehr weitläufig.
Jahrhunderte la ng hat eine Dynastie nach der anderen mit immer neuen
Kultstätten und Monumenten den Tempelkomplex von Karnak
erweitert. Hier führt
eine Widder-Allee zum Haupteingang. Am meisten beeindruckt hat mich wiederum der große Säulensaal mit den 134 in 16 Reihen
angeordneten riesigen Säulen. Hinter dem Säulensaal steht der aus Rosengranit
gefertigte Obelisk der Hatschepsut. Mitten im Tempelkomplex befindet sich auch
der heilige See mit dem großen granitenen Skarabäus. Diesen soll man siebenmal
im Uhrzeigersinn umwandern und sich dann was wünschen. Hier verließ uns Sameh,
unser Reiseführer, da er nach Kairo zurück flog. Nach dem Mittagessen hatten
wir frei und konnten auf dem Nildeck entspannen.

Sonntag, 11. November 2001
Um 7 Uhr wurden wir mit einem Lunchpaket vom schönen Nilschiff verabschiedet
und in den Bus verfrachtet. Nach einem kurzen Stopp beim Schiff King Tut III, wo
wir weitere Mitreisende abholten, versammelten wir uns am Konvoi-Treffpunkt in
Luxor. Private Fahrzeuge von Touristen müssen auch dort mitfahren, da auf
dieser Strecke zum Roten Meer aus Sicherheitsgründen das Selbstfahren nicht
erlaubt ist. Mit einem großen Spiegel wurde die Busunterseite kontrolliert und
dann alle Fahrzeuge notiert. Ca. 60 Kilometer flussabwärts bogen wir rechts in
die Wüste ab. Bergiges Gelände begleitete uns. Auf halber Strecke passierten
wir die Grenze zwischen der Luxor-Region und der Rote-Meer-Region. Hier legten
wir einen Zwischenstopp ein. Es gab mehrere Cafes und Einheimische mit Kamelen
hofften auf Profit durch entsprechende Touristenfotos. Nach 15 Minuten ging es
weiter. Am Roten Meer sah alles genau so aus, wie ich es in Erinnerung hatte.
Kein Baum, nur Sand bis an das Meer. Wir waren im Conrad-International
untergebracht. Das Hotel gehört neuerdings zur Hilton-Gruppe und liegt nicht
weit von Hurghada entfernt. Die Zimmer sind groß mit Balkon und einem großen
Bad. Alles machte einen sauberen Eindruck. Gegen Abend wurde mir kalt. Ich lief
mit einem dicken Fleece-Pullover herum. Unser neuer Reiseleiter erzählte beim
Einführungsgespräch, dass es in Hurghada jetzt Gott sei Dank wieder warm ist.
Vor 2 Wochen soll es richtig kalt gewesen sein. Ich schauderte, aber langsam
wurde mir wieder warm. Abendessen gab es von 19 bis 22 Uhr vom Büffet. Nur der
Wein kostet hier sehr viel. Die Flasche 40 DM. Jetzt hatte es unseren Vater
erwischt. Er war heute krank.
Montag, 12. November 2001
bis Donnerstag, 15. November 2001
Das Frühstück war gut, endlich keine süßen Brötchen mehr.
Anschließend gingen wir an den Strand. Die Bucht ist künstlich angelegt und
gehört zum Hotel Conrad. Die Badelandschaft ist schön aufgebaut, aber ständig
wird man von Animateuren angesprochen. Kein Wunder, denn alle Hotels sind fast
leer. Die Familie ist nach Hurghada in den Bazar gefahren und hat sich dort
amüsiert. Haben sich von einem Händler einfangen lassen und orientalische
Kleidung ausprobiert.
Während unseres Aufenthaltes im Hotel Conrad waren wir auch mit einem
Glasbodenboot auf dem Meer unterwegs. Wir schaukelten mit dem kleinen Boot zu
kleineren Riffen, an denen sich die Fische tummelten. Tante Helga hat Panik vor
Fahrten auf dem Wasser und während der ganzen Fahrt nicht einmal die Augen
aufgemacht. Zunächst ging es uns restlichen gut. Bettina wurde zuerst übel.
Sie starrte auf den Horizont. Es waren viele Fische zu sehen. Ganz o.k. für 25
LE für eine Stunde. Aber zum Schluss war allen übel. Nur mir ging es gut. An
einem Tag waren wir Schnorcheln. Es war ganz windstill und die See schön warm.
Bei Ebbe konnten wir bis an ein kleines Riff mit relativ vielen Fischen
schwimmen. Bettina hat zum ersten Mal geschnorchelt und sich dabei nicht
schlecht gemacht. Bei den ersten Versuchen der anderen war es schon lustiger.

Freitag, 16. November 2001
Abreisetag. Von Hurghada aus flogen wir nach Kairo. Dort fand wieder der
allgemeine Kampf an der Kofferausgabe statt. Dann hieß es wieder anstellen und
die Bordkarten für den Flug nach Hamburg zu besorgen. Im Flugzeug herrschte
Chaos mit den Bordkarten. Die Besatzung konnte sich nicht durchsetzen. So
mussten Onkel Werni und Tante Helga nach ganz vorne. Aber auch diesen Flug haben
wir alle gut überstanden und landeten nachmittags im kalten Hamburg. Annika und
Maik überraschten uns am Flughafen mit Rosen. Das versüßte uns die Ankunft
ein wenig, aber wirklich nur ein wenig. Ich fing jetzt schon an, das schöne
warme Ägypten zu vermissen.
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