Libyen, Waw en Namus, Mandara, Akakus, AMR-Outdoorwelt

Home ShopFährenAMR-TreffenMessenSchnäppchenmarkt

 

AMR-Outdoorwelt Trekking Allrad Fähren Expedition Reisemobil Camping

 

Libyen 2001

Reisebericht

GPS-Koordinaten

Reiseroute

Fotos

 

Libyen 1996-1999

Inhalt des Buches

Landkarte

Reisetagebuch

GPS-Koordinaten

Fotos

 

Libyen und Tschad

Inhalt des Buches

Vorwort

Allgemein

Libyen

Tschad

 

Reise-Übersicht

 

 

 

 

  Libyen Flagge Libyen und Tschad Flagge Tschad

 

 

Pistenbeschreibung und GPS-Koordinaten (Tracks) aus Libyen

- Auszug -

 

3.18 Von Traghin nach Al Qatrun

Karte: ONC H-3, TPC H-3C, Libya M 1:2 000 000, "Grüne" Libyenkarte M 1: 3 500 000, russische Karte G 33 M 1: 1 000 000, deutsche Militärkarte von 1942 Sebha G33 M 1:1.000.000.

 

Streckenlänge: 118 km

Fahrtdauer 1 Tag

 

Die Streckenführung ist in der russischen Militärkarte hinreichend genau eingetragen. Allerdings stimmen die Koordinaten von Al Qatrun nicht mit der eingezeichneten Lokalität überein. Al Qatrun liegt ca. 7 Kilometer weiter südwestlich als es in der Karte eingezeichnet ist.

Die Strecke ist nicht markiert, Spuren sind keine oder nur selten vorhanden. Diese Route wird nur noch sehr selten befahren.

Die Piste verläuft auf einem Abschnitt der Bornostraße, ein alter Karawanenweg, der von Murzug über Al Qatrun nach Bilma im Tenerre zieht. Heinrich Barth benutzte diese Route auf seiner Rückkehr von Schwarzafrika 1855.

Nachdem man den Pisteneinstieg gefunden hat, erreicht man bald darauf einen ca. 20 km breiten Dünengürtel, den man in südliche Richtung überquert. Spuren oder Markierungen sind keine vorhanden. Die Passage der 4 bis 10 m hohen Dünen geht in der Regel ohne Probleme, den Weg muß man sich jedoch selber suchen.

Nach den Dünen folgt eine große, weite Sandebene, die nur durch einen Wadi unterbrochen wird. In dem Wadi steht die alte Festung Bir el Mestufa, die wahrscheinlich als Kontrollpunkt für den Krawanenhandel diente.

Nach der Festung geht es über eine weite, konturlose Sandebene, die sehr schnell zu befahren ist. Es ist schon ein eigenes Erlebniss bis Al Qatrun über eine schier endlose Ebene ohne Anhaltspunkte, nur dem Kompass folgend, in Richtung Süden dem Horizont entgegenzufahren.

Von Murzug fahren wir auf der Teerstraße in Richtung Osten und treffen nach ca. 50 Kilometer auf eine Tankstelle, an der die Straße nach Traghin in Richtung SE abbiegt. Man fährt hier in die Stadt hinein und fragt nach dem Weg zu einer kleinen Ortschaft Namens Maafen. Maafen liegt ca. 6 km südlich von Traghin, hier fängt die Piste nach al Qatrun an.

In Maafen angekommen, fahren wir durch die kleine Ortschaft und treffen am südlichen Ortschaftsende auf den Pistenanfang. Hier stellen wir den Kilometerzähler auf 0,0 km

 

km 0,0 25-51-38 N 14-27-96 E Pistenanfang südlich von Maafen

Von hier aus fahren wir in Richtung Süden.über eine kleine Ebenen auf die vor uns liegenden Dünen zu. Nachdem wir eine niedrige Düne passiert haben, geht es weiter über eine Sandebene nach Süden. Schon von weitem sehen wir einzelne Reifen, die eine Piste markieren. Bei km 13 erreichen wir die Reifenreihe.

 

 

km 13 25-47-92 N 14-30-66 E Reifenreihe nach Osten

Wir stehen hier kurz vor den Dünen, an einem Reifen, der augenscheinlich eine Piste markiert. Spuren sind keine zu erkennen, jedoch finden sich westlich und östlich weitere Reifen.

Von hier aus müssen wir uns einen Weg durch die Dünen nach Süden suchen. Wir überfahren meist ohne Probleme die ca. 4 m bis 10 m hohen Dünen. Der Wind kommt in diesem Gebiet die meiste Zeit im Jahr von Norden, daher ist in unserer Fahrtrichtung die Dünenauffahrt meist festgepreßt. Im Lee der Düne, also auf ihrer südlichen Seite, erwartet uns in der Regel weicher Sand. Bei der Abfahrt müssen wir gekonnt Gas geben, um das Tal sicher zu erreichen.

Die Dünen bilden parallel von West nach Ost verlaufende Dünenreihen. Zwischen den Dünenreihen sind Täler, in denen man problemlos nach Westen oder Osten fahren kann, um einen neuen Übergang zu suchen.

Die Route führt genau nach Süden, wir versuchen entlang von 14°-30` östlicher Länge nach Süden zu fahren.

 

km 21 25-44-21 N 14-30-27 E in den Dünen

Wir fahren nach Süden weiter über die Dünen und erreichen nach 3 Kilometer eine weite Ebene mit sandigem, relativ weichem Untergrund.

 

km 33 25-38-03 N 14-28-87 E auf der Ebene

Rechts von uns sind einige Dünen zu erkennen; links von uns ist ein dunkler Höhenzug. Wir fahren weiter in Richtung Süden und sehen nach 3 Kilometer ein Wadi mit Büschen vor uns liegen. Wir halten auf das westliche Ende des Wadis zu. Nun folgen einige Steinfelder, die wir zum Teil umgehen können, aber dann doch überqueren. Auf dem härteren Untergrund sind Fahrzeugspuren zu erkennen.

Bei km 47 erreichen wir das westliche Ende des Wadis und suchen den Brunnen.

 

km 49 25-30-15 N 14-26-66 E die Ruine von Bir el Mestufa

Bei der Suche nach dem Brunnen haben wir die imposanten Überresten der Befestigung von Bir el Mestufa. gefunden. Es handelt sich hierbei um eine fast runde Ruine, die aus getrocknetem Salzlehm vermischt mit Steinen errichtet wurde. Der Baustil der Anlage ist zwar militärisch, aber die Ausführung der Arbeiten deuten darauf hin, daß diese Anlage älteren Ursprung ist. Vielleicht ist sie ein Kontrollpunkt auf den Karawanenwegen gewesen.

In dem Wadi, in dem die Festung liegt, weiden Viehhirten aus Al Qatrun ihre Kamele. Den Brunnen, der zur Festung gehört, haben wir nicht gefunden. Aber ca. 1km weiter südlich der Festung ist ein neuer Brunnen gegraben worden.

 

km 50 25-29-38 N 14-26-92 E der Brunnen von Bir el Mestufa

Der Brunnen ist sehr schlecht zu finden. Zwei halbierte, blaue, umgedrehte 200 Literfässer schützen den ebenerdigen Brunnen vor dem Sand.

Die Brunnenfassung besteht aus einem LKW Reifen. Leicht salziges Wasser wird in 5 m Tiefe angetroffen.

Von hier aus fahren wir in Richtung Süd-Süd-Ost weiter. Nach 2 Kilometer erreichen wir eine sandige Ebene mit Steinfeldern und fahren in Richtung 170 -180 ° weiter. Nach 3 Kilometer dünnen die Steinfelder aus, ohne Spuren geht es weiter in Richtung Süden (170 °).

Bei km 61 steht ein Reifen, der Untergrund ist steinfrei und wir fahren wie gehabt in Richtung 170° weiter. Auf der weiteren Fahrt durchqueren wir noch einige kleinere Steinfelder.

 

km 76 25-15-98 N 14-29-09 E Pistenmarkierung Steinreihe

Links von uns ist eine Reihe von kleinen Steinhäufchen, die augenscheinlich die Überreste einer Pistenmarkierung sind. Wir fahren weiter über eine flache, sandige Ebene ohne Konturen in Richtung 170°.

 

Bei km 104 sehen wir vor uns in der Ferne den Funkmasten von Al Qatrun. Wir halten auf ihn zu und fahren in Richtung Süden weiter.

km 113 24-56-18 N 14-31-36 E Reifen am nördlichen Rand der Oase.

Wir sind seit dem Brunnen die meiste Zeit sehr schnell über eine konturlose Ebene ohne Spuren in Richtung Süden gefahren.

Hier stehen wir nun am nördlichen Rand der Oase kurz vor den ersten Gärten an einem Reifen .

Wir biegen nach rechts ab und folgen einem Weg durch die Gärten in Richtung Sendemast.

 

km 118 24-53-62 N 14-31-51 E Sendemast von Al Qatrun

Wir sind am Sendemast von Al Qatrun, gegenüber ist die Tankstelle und eine Reifenwerkstatt.

In Al Qatrun kann man tanken, Wasser auffüllen und in einem kleinen Lädchen das Notwendigste kaufen. Ansonsten ist dieses Dorf eher verschlafen und mindestens genauso agil wie Idri.

Wir wollen ja auch keine tollen Städte anschauen, sondern eine großartige Wüste erleben.